Bau- und Projektmanagement · 10.10.2022 · 2 Min. Lesezeit
Betriebsferien bieten großes Sparpotenzial. Wir zeigen, welche Anlagen sich abschalten lassen und wie Sie mit cleverem Energiemanagement die Grundlast senken.

Natürlich können im Falle eines Urlaubs oder Betriebsferien die eigenen Anlagen und Maschinen nicht einfach per Knopfdruck abgeschaltet werden. Tatsächlich ist ein vollständiges Abschalten der Maschinen im Sinne der Energieeffizienz nicht wirklich förderlich. Lange und energieintensive Anlaufzeiten müssen unbedingt berücksichtigt werden. Aus diesem Grund lohnt es sich vorher zu prüfen, bei welchen Anlagen es sich lohnt, sie komplett während einer Urlaubsphase abzuschalten, welche Anlagen auf ein Minimum an Leistung zurückgefahren werden können und welche zwingend regulär weiterlaufen müssen.
Es gibt bestimmte Anlagen und Komponenten, für die es sich wirklich lohnt ein Abschaltungskonzept vorliegen zu haben. Beispielsweise können Kompressoren sowohl ganz ausgeschalten werden oder aber man senkt zumindest das Druckniveau auf ein sparsames Maß.
Auch Maschinen mit kurzen Anlaufzeiten sollten mit in die Betriebsferien geschickt werden, bevor sie während der Ruhephase unnötig Energie verbrauchen. Dass auch Klimaanlagen und Heizungen in der Regel abgeschaltet werden können, ist vielerorts bekannt. Lüftungen können Sie ebenfalls bedenkenlos auf ein geringes Verbrauchsniveau herunterfahren. Besonders die Beleuchtung sollte im Normalfall ausgeschaltet werden.
Gut zu wissen: Zahlreiche moderne Anlageregelungen bieten die Möglichkeit einer Ferien- oder Urlaubseinstellung, bei der die gesamten Settings auf den geringeren Energieverbrauch angepasst und optimiert werden.
Kurz gesagt: Um Energie zu sparen. Aber an dieser offensichtlichen Tatsache hängen noch weitere Faktoren. Fährt man alle nicht benötigten Maschinen und Anlagen auf ein niedriges Niveau herunter oder schaltet sie ggf. ganz ab, kann der Grundlastverbrauch effektiv niedrig gehalten werden. Die Grundlast definiert dabei den durchgängigen Verbrauch, also 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Deshalb ist die Grundlast der Bereich mit dem höchsten Anteil an Energiekosten. Hierzu ein kleines Rechenbeispiel: Reduziert man die elektrische Grundlast für nur 14 Tage um ca. 50 kW, können ganze 16800 kWh Strom, 3000€ an Stromkosten (bei einem Richtwert von 18 ct/kWh) und 7 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden!
Nicht nur in der Urlaubszeit lohnt sich das Beobachten der eigenen Grundlast. Auch an regulären Wochenenden oder an typischen Randzeiten besteht häufig ein lohnendes Einsparpotenzial, indem Maschinen und Anlagen zurückgefahren oder ganz abgeschaltet werden. Hierbei lassen sich enorme Einsparungen in Bezug auf Energie und Kosten erzielen, und das alles ganz ohne hohe Investitionen. Prüfen Sie also jetzt Ihre Anlagen und Prozesse, welche das beste Einsparpotenzial bieten.
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